Wo lebt sich in Berlin am besten?

Wo lebt sich in Berlin am besten?

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Quelle: Neoavantgarde

Nach einer Untersuchung der Daten des Amtes für Statistik in Berlin-
Brandenburg ist eine Forschungsgruppe vom Magazin Neoavantgarde zu einer interessanten – und vielleicht sogar überraschenden Schlussfolgerung gekommen: gemessen an Wohnlage (Besiedlungsdichte, Industrievorkommen, Erscheinungsbild des Stadtteils) und Lärmbelästigung bieten die beiden beliebten Berliner Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain den niedrigsten Wohnqualitätsstandard in ganz Berlin, während Charlottenburg und Zehlendorf mit dem höchsten Ranking abschliessen. Dies trotz der rasanten Mietpreissteigerungen in Kreuzberg und Friedrichshain und der sogenannten Gentrifizierung.

Kompensiert wird Kreuzberg und Friedrichshain’s schlechtes Ergebnis sicherlich mit einer besseren Note, wenn es um das Kulturangebot (Freizeitmöglichkeiten und gastronomisches Angebot) geht. Kreuzberg steht dann gerade nach Mitte am 2. Platz. Sämtliche Ergebnisse der Studie werden anhand einer interaktiven Karte Berlins darstellt.

Die Forscher von Neoavantgarde kombinierten die Wohnqualität und das Kulturangebot in einen sogenannten „Wohnkulturindex“ um Berliner Stadtteile aufgrund aller Faktoren zu beurteilen: hier schneiden Charlottenburg und Zehlendorf immer noch am besten ab, gefolgt von Schöneberg und Wilmersdorf. Dies sind auch die Stadtteile, wo die Mieten zu den höchsten gehören – wer also nach einem trotzdem guten Wohnkulturindex und niedrigeren Mieten sucht, sollte Köpenick oder sogar Hohenschönhausen erforschen.

Berliner Mietpreisentwicklung. Quelle: Morgenpost
Berliner Mietpreisentwicklung. Quelle: Morgenpost

Die Schlussfolgerung des Forschungsergebnisses? Sicherlich hat die Gentrifizierung von Stadtteilen wie Kreuzberg und Friedrichshain zu einem größeren Kulturangebot geführt – und zu steigenden Mieten. Doch wer dort wohnen will, muss immer noch mit gewissen Einbussen rechnen wenn es um die Lebensqualität geht. Eben doch vorwiegend etwas für Hipster und junge Leute, denen das Leben im Szenebezirk liegt – und wichtig ist.

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