Wird Bitcoin zu einer neuen Reservewährung?

    Wird Bitcoin zu einer neuen Reservewährung?

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    Quelle: Pixabay / Erik_Stein

    Schon vor der Coronakrise war es wenig sinnvoll, sein erspartes Geld auf einem traditionellen Sparkonto aufzubewahren. Denn nach der Finanzkrise im Jahr 2008 sind die Zinsen stark gesunken.

    Geldmenge steigt immer weiter

    Seit dem Beginn der Coronakrise haben Zentralbanken die Wirtschaft noch zusätzlich stimuliert, indem die Zinsen noch weiter gesenkt und die Geldmenge signifikant erhöht wurden. So wurde zum Beispiel in den USA seit dem Frühjahr 2020 mehr Geld in Umlauf gebracht als in den ersten zweihundert Jahren nach der Unabhängigkeit des Landes.

    Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken hat zur Konsequenz, dass immer mehr Geld verfügbar ist. Die Geldmenge steigt somit stärker als die Anzahl verkaufter Güter und Dienstleistungen. Geld verliert daher an Wert, und Kapital flieht in Sachwerte – Immobilien, Land, aber auch in Edelmetalle, Aktien und Kryptowährungen.

    Der US Dollar als Reservewährung – wie lange noch?

    Noch gilt der US Dollar als Reservewährung. Dies trotz der Tatsache, dass in den USA die Zinszahlung auf die Staatsschuld allein schon schwierig zu decken ist – auch bei einem signifikanten Haushaltsüberschuss. Der Schuldenberg wird somit nur noch weiter wachsen, und es wird in Zukunft eine noch höhere Geldmenge benötigt, um allein die Zinsen auf die Schulden zurückzuzahlen. Und diese Zinsen müssen auch entsprechend niedrig bleiben, damit der Staat sie überhaupt decken kann. In anderen Ländern ist die Lage ähnlich, zum Teil sogar noch wesentlich kritischer.

    Kein Wunder sehnt sich die Weltwirtschaft zunehmend nach einem alternativen Währungssystem. Der Goldpreis widerspiegelt diese Dynamik bereits – zumindest teilweise – da das Angebot von Gold im Gegensatz zum US Dollar und anderen Währungen beschränkt ist.

    Bitcoin als digitales Gold

    Besonders interessant ist außerdem die starke Kursentwicklung von Bitcoin, welchen viele als digitales Gold betrachten: Denn das Angebot der Digitalwährung ist ebenfalls beschränkt. Bitcoin kann außerdem als internationales Zahlungsmittel genutzt werden und gilt als Fundament der Blockchain Technologie: Jede Bitcoin Transaktion wird auf der Blockchain vermerkt und kann verfolgt werden.

    Bitcoin können Anleger auf eigene Faust kaufen. Dies ist aber noch nicht so leicht wie die Eröffnung eines Bankkontos oder eines Aktiendepots. Denn kaum eine Bank oder ein Online Broker bieten momentan Bitcoin Investments an. Dafür gibt es bestimmte Handelsplattformen wie zum Beispiel Binance, mit denen man sich zuerst vertraut machen muss.

    Ganz wichtig ist auch, dass man seine Kryptowährungen sicher aufbewahrt, da das Hacking von Handelsplattformen immer wieder ein Problem ist. So sollte man sich eher nach einem sicheren Wallet Anbieter umschauen anstatt seine Kryptomünzen auf einer Handelsplattform zu halten. Alternativen zum Anlegen auf eigene Faust bietet eine Plattform wie Bitcoin Revolution, wo Anleger je nach Bedarf durch die Analysefähigkeiten und Technologie der Software beim Handeln unterstützt werden.

    Sicherlich behaupten einige, dass der Aufschwung von Bitcoin und weiterer Kryptowährungen lediglich ein Modephänomen ist. Angesichts des Vertrauensverlusts in existierende Währungen und der technologischen Veränderungen, die Kryptowährungen ermöglichen, liegen Bitcoin Skeptiker aber langfristig ziemlich sicher falsch.

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