Wie Vermieter Mietnomaden vermeiden und bekämpfen

    Wie Vermieter Mietnomaden vermeiden und bekämpfen

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    Quelle: Lentz

    Wie konnte das nur geschehen? Der Mieter wirkte doch so sympathisch und zuverlässig. Bonität und Arbeitsverhältnis konnte er auch nachweisen, da sollte doch eigentlich nichts  schiefgehen. Doch nach schon einem Monat fiel die Miete aus. Anschliessend erhielt er eine Abmahnung, dann kam die fristlose Kündigung. Und zuletzt die Räumungsklage. Und dann verschwand der Mieter, spurlos. Und hinterliess die Wohnung in einem verwüsteten, unbewohnbaren Zustand.

    Traummieter oder Mietnomade? Man kann sich täuschen

    Ein Mietnomade. Es kommt so oft vor, aber keiner hatte in diesem Fall damit gerechnet. Denn Mietnomaden treten meistens mit gefälschten Papieren und unter einem anderen Namen auf. Meistens sind ihre Handlungen gut geplant und durchdacht, sodass dem Vermieter anfänglich nichts Verdächtiges auffällt. Ganz im Gegenteil – oft schaffen es Mietnomaden sogar, als die überzeugendsten, besten Interessenten – gar die Traummieter – aufzutreten.

    Und auch nach fristloser Kündigung und Räumungsklage kann ein Mietnomade noch einige Zeit in der Wohnung verweilen. Bevor Gerichte nach Einreichen einer Räumungsklage tätig werden, vergehen mindestens zwei bis drei Monate, oder sogar länger, wenn der Mieter sich wehrt. Anschliessend dauert es im Durchschnitt zehn Monate bis zum Gerichtsurteil. Insgesamt kann also über ein Jahr vergehen, bevor die Räumung stattfinden kann. Früher oder später wird der Mieter verschwinden, wird aber den deutschen Mieterschutz zu seinem Vorteil ausnutzen.

    Wie schützen sich Vermieter vor Mietnomaden?

    Vorab können sich Vermieter gegen Mietnomaden schützen, indem sie bereits vor Vertragsabschluss folgende Dokumente von jedem Interessenten einholen:

    • Mieterselbstauskunft (Gehalt? Insolvenzverfahren?)
    • Personalausweis
    • Name und Anschrift des letzten Vermieters
    • Gehaltsabrechnung und Arbeitsvertrag
    • Schufa-Auskunft
    • Kaution vom Mieter (oder Bankbestätigung, dass der Mieter selber eine angelegt hat)

    Doch kann der Vermieter auch dann noch nicht sicher sein, ob keine gefälschten Papiere vorliegen. Diesem Risiko kann vorgebeugt werden, indem der Vermieter einen Interessenten durch eine Detektei eingehend überprüfen lässt.

    Der Leumund, die finanzielle Lage sowie die Mietverhältnisse der letzten zehn Jahre werden wertvolle Hinweise geben. Nur so können garantiert schlechte Überraschungen vermieden werden.

    Zum Beispiel hilft die als Detektei Berlin im Bezirk Mitte vor Ort ansässige Lentz & Co GmbH sowohl bei der Überprüfung von Mietinteressenten als auch in Fällen, wo der Mieter sich bereits als Betrüger – also als Mietnomade – herausgestellt hat.

    Hilfe für Opfer von Mietnomaden

    Der Vermieter, der bereits zum Opfer von Mietnomaden geworden ist, benötigt gerichtsverwertbare Beweise. Die wenigsten Anwälte verfügen aber über das Fachwissen und die Erfahrung, die hierfür erforderlich sind. Stattdessen ist dies ebenso ein Fall für ZAD-geprüfte Detektive, die speziell für Ermittlungen dieser Art geschult sind.

    Dank Hintergrundermittlungen und dem Dokumentieren der Aktivitäten des Mietnomaden kommen die Detektive dem Täter auf die Spur. Sein rechtswidriges Vorgehen kann wirksam und gerichtsfest nachgewiesen werden, sodass der Mietnomade bald nicht mehr in der Lage ist, ahnungslose und gutgläubige Vermieter zu betrügen.

    1 COMMENT

    1. Es wird immer schwieriger einzelne Wohnungen gewinnbringend zu vermieten. Das Risiko auf Mietnomaden reinzufallen ist immer da und kann im Grunde nur durch aufgefangen werden, wenn man einen ganzen Wohungskomplex besitzt. Wenn von 100 Wohnungen eine auf diese Weise ausfällt, ist das nicht so schlimm als wenn meine einzige Mietwohung betroffen ist. Das kann einen schonmal ruinieren. Hilfreich wäre eine deutschlandweite Kartei, in der jedes Wohungsunternehmen und jeder privater Vermieter eintragen kann. Aber selbst das ist keine Garantie, leider.

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