Vorteile eines Fertighauses

    Vorteile eines Fertighauses

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    Quelle: Pixabay Giovanni_cg

    Bereits jeder fünfte Neubau in Deutschland wird in Fertigbauweise errichtet. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Fertighaus“ und was sind die Vorteile gegenüber der Massivbauweise?

    Das Fertighaus

    Ein Fertighaus wird aus industriell und witterungsunabhängig gefertigten Bauteilen wie Wand- und Deckenelementen gefertigt. Das heißt der Fertighaushersteller fertigt die Einzelteile, welche meist aus Holz (aber auch Beton oder Leichtbeton) bestehen, in einer Produktionshalle an. Die Teile werden dann zum Grundstück geliefert und vor Ort in nur wenigen Tagen auf dem Fundament zusammengesetzt.

    Einzug nach wenigen Tagen

    Der erste Vorteil liegt daher klar auf der Hand. Der Bau eines Fertighauses ist besonders schnell und unkompliziert. Während der Bau eines Massivhauses durchschnittlich 8 Monate dauert, ist ein Haus mit Fertigbausatz bereits nach kurzer Zeit fertig.

    Sobald der Keller oder die Bodenplatte fertiggestellt wurden, lassen sich die vorgefertigten Bauteile innerhalb weniger Tage montieren. Da weder Beton noch Mörtel eingesetzt werden, fallen auch die Trockenzeiten sehr kurz aus. Somit ist der Einzug ins neue Heim bereits nach wenigen Tagen möglich.

    Witterungsunabhängig Bauen

    In vielen Fällen lässt sich ein Fertighaus unabhängig von Wind und Wetter errichten. Während der Bau eines Massivhauses im Winter oft ins Stocken gerät, ist die Montage von Fertighäusern trotzdem möglich.

    Alles aus einer Hand

    Meist hat man als Bauherr eines Fertighauses einen Ansprechpartner, der sich um alle Belange kümmert. Das Fertighaus-Unternehmen übernimmt, sofern möglich, die Kommunikation mit den Behörden und Ämtern und gibt Hilfestellung bei der Finanzierung und Grundstücksuche.

    Inspiration durch Musterhäuser

    Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise ist die Besichtigung des Musterhauses. Da ein Fertighaus einem bestimmten Typ entspricht, können sich die Bauherren bereits im Vorfeld einen Eindruck verschaffen, wie es sich im zukünftigen Heim anfühlen kann. Dies ermöglicht eine genaue Planung und Umsetzung der Wünsche.

    Energiesparhaus mit abgestimmter Haustechnik

    Heutzutage ist durch die EnEV (Energiesparverordnung) energieeffizientes Bauen gesetzlich vorgeschrieben. Fertigbauhäuser lassen sich problemlos als Passivhaus oder energiesparendes KfW-Effizienzhaus ausführen. Damit das Technik-Paket im Alltag perfekt harmoniert werden Fertighäuser zudem mit abgestimmter Haustechnik angeboten, ob Pelletheizung, Hausautomatik oder kontrollierte Wohnraumbelüftung.

    Selbst bauen oder bauen lassen

    Ein individuelles Fertighaus kann in verschiedenen Ausbaustufen erworben werden. Dies hat den Vorteil, dass der Bauherr den Preis seines Fertighauses durch Eigenleistung massiv beeinflussen kann.

    Ausbaustufen

    Je mehr Eigenleistung eingebracht wird, desto mehr Geld kann natürlich gespart werden. Jedoch sollte man bei der Wahl der Ausbaustufe darauf achten die eigenen handwerklichen Fähigkeiten und die zur Verfügung stehende Zeit realistisch einzuschätzen.

    Es wird grob zwischen den 3 Stufen –Bausatzhaus, Ausbau-Haus und Schlüsselfertig unterschieden. Je nach Anbieter gibt es jedoch verschiedene Zwischenstufen und Pakete, hier lohnt sich ein genauer Vergleich.

    Der Bausatz

    Die geringste Ausbaustufe ist das Bausatzhaus. Hier liegt die größte Kostenersparnis aber auch die meiste Eigenleistung. Nach der Planung werden die Bauteile und eine Aufbauanleitung geliefert.

    Das Bausatzhaus wird jedoch nur von wenigen Hausbaufirmen angeboten, da die meisten Fertighäuser in Holzständer- oder Holztafelbauweise gefertigt werden und vom Profi montiert werden müssen. Zum Selbstbau hingegen wird oft die Blockbohlenbauweise gewählt. Hierfür sollte man jedoch im Umgang mit einem Kran geübt sein.

    Auch Fertighäuser in Massivbauweise sind als Bausatz möglich. Bei dieser werden die hohlen Wandelemente aufeinandergesetzt und mit Beton gefüllt.

    Das Ausbau-Haus

    Bei einem Ausbau-Haus wird nur der Rohbau von der Baufirma erstellt. Der Bauherr kümmert sich dann, je nach Paket, ganz oder teilweise selbst um den Innenausbau. Das heißt man erhält ein regendichtes und wärmegedämmtes Haus, dessen Innenausbau Schritt für Schritt selbst vorgenommen werden kann.

    Das bezugsfertige Haus

    Wer lieber zu einem festen Termin in das fertige Haus einziehen möchte, ist mit dem schlüsselfertigen Fertighaus gut beraten. Hier übernimmt die Baufirma alles vom Rohbau bis zur Innengestaltung.

    Fazit

    Ob Ausbauhaus oder schlüsselfertig, Musterhaus oder individuell bei einem Fertighaus stehen viele Optionen zur Auswahl. Bei einer guten Beratung kann jeder das passende Paket finden und den Einzug ins Eigenheim planen.

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