Streit mit Mietern: Wie man sich als Vermieter rechtlich absichert

    Streit mit Mietern: Wie man sich als Vermieter rechtlich absichert

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    Quelle: Pixabay

    Vermieter geraten leider häufig mit ihren Mietern aneinander. Wenn aus Unstimmigkeiten Streit wird, landen beide Parteien nicht selten vor Gericht. Das gute Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter ist in diesem Fall ohnehin vorbei. Um hier finanzielles Risiko weitestgehend zu minimieren, macht es für Vermieter unter Umständen Sinn, eine Vermieterrechtsschutzversicherung abzuschließen. Was sollte man hierbei beachten?

    Was ist eine Vermieterrechtsschutzversicherung?

    Eine Vermieterrechtsschutzversicherung ist in erster Linie dazu da, um den Vermieter vor teuren Streitigkeiten zu bewahren. Ein guter Versicherungsschutz hilft dabei, die Ansprüche oder Forderungen eines Mieters zu überprüfen, ohne dass der Versicherte dabei auf den Kosten sitzen bleibt. Auch falls man als Vermieter selbst im Unrecht ist, trägt eine passende Rechtsschutzversicherung die Kosten der Gegenseite, wobei natürlich Selbstbehalte durchaus üblich sind. Folgende Kosten können dabei übernommen werden:

    • Anwaltskosten
    • Kosten des Gerichtsverfahrens
    • Kosten, die entstehen, wenn Zeugen befragt werden müssen
    • Gutachter- und Sachverständigenkosten
    • Kosten der Gegenseite bei einer gerichtlichen Niederlage

    Was leistet der Vermieterrechtsschutz?

    Welche Leistungen der Vermieterrechtsschutz im Detail beinhaltet, kommt immer ganz auf die Vertragsdetails an. Vermieterrechtsschutz ist immer eine individuelle Angelegenheit, aus diesem Grund hilft auch ein detaillierter Vergleich in Sachen Vermieterrechtsschutzversicherung durchaus weiter. Der Schutz ist allgemein gegliedert in folgende vier Bereiche:

    • Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz

    Wenn ein Mieter beispielsweise seine Miete nicht zahlen will oder der Aufforderung einer Nachzahlung nicht nachkommen will, springt dieser Rechtsschutz ein und übernimmt alle entstehenden Kosten.

    • Strafrechtsschutz

    Dieser Schutz greift etwa dann, wenn ein Mieter auf dem Grundstück zu Schaden kommt und dem Vermieter für diesen Schaden die Schuld gibt. Wenn aufgrund eines solchen Vorfalls wegen Körperverletzung gegen den Vermieter ermittelt wird, kann sich der Vermieter hier in allen Rechtsfragen auf die Unterstützung der Vermieterrechtsschutzversicherung verlassen.

    • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

    Behauptet ein Mieter etwa, dass innerhalb des Hauses falsche Messtechnik, etwa bei den Ablesegräten eingesetzt wird, kann sich der Vermieter mit Unterstützung der Vermieterrechtsschutzversicherung gegen diese Behauptung wehren, ohne gerichtliche kosten zu fürchten.

    • Steuerrechtsschutz

    Wenn sich das Finanzamt aufgrund von diversen Tatbestände an den Vermieter wendet und beispielsweise Werbungskosten oder ähnliche Ausgaben nicht anerkennen will, braucht der Vermieter mit der Rechtsschutzversicherung keine Auseinandersetzungen zu fürchten und kann seine Ansprüche vor Gericht geltend machen / verteidigen.

    Worauf sollte man als Vermieter achten?

    Besonders wichtig ist es als Vermieter, frühzeitig eine entsprechende Versicherung abzuschließen, da dieser in der Regel eine Wartezeit von drei Monaten voraussetzt. Das bedeutet, dass es nicht ausreicht, eine Versicherung abzuschließen, wenn es bereits ein Streitfall vorliegt, da die Versicherung dann im Zweifel noch nicht greift. Achten sollte man weiterhin auf die Höhe der Versicherungssumme und die Möglichkeit einer freien Anwaltswahl. Im Einzelfall muss jeder Vermieter selber entscheiden, inwieweit er sein persönliches Risiko minimieren möchte. Folgender Artikel befasst sich eingehender mit der Frage, ob eine Vermieterrechtsschutzversicherung sinnvoll ist.

    Fest steht, ohne eine entsprechende Rechtsschutzversicherung muss der Vermieter im Zweifel selber haften. Um dieses Risiko weitestgehend auszuschließen, ist ein möglichst auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittener Versicherungsschutz zu empfehlen. Im Zweifel können gerichtliche Kosten insbesondere bei Personenschäden enorme Summen verursachen, die einen Vermieter im Zweifel in den Ruin treiben können. Mit einer Vermieterrechtsschutzversicherung ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite.

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