Senioren WG statt Pflegeheim?

    Senioren WG statt Pflegeheim?

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    Senioren WG
    Quelle: Shutterstock

    Eigenständigkeit in einem häuslichen und vertrautem Umfeld anstatt des Umzugs in ein unpersönliches oder einfach zu grosses Seniorenheim: das ist was viele Senioren sich heutzutage wünschen, zumal die meisten auch keine ständige Pflege benötigen. Doch muss zu Hause auch für genügend Sicherheit und Mobilität gesorgt werden. 

    Manche Senioren entscheiden sich zwar, allein im eigenen Haus zu bleiben. Doch das kann einsam – und manchmal sogar gefährlich werden. Für eine zunehmende Anzahl von Menschen kommt daher eine Senioren-WG in Betracht.

    Denn für mehr und mehr ältere Menschen kann das Zusammeleben in einer Wohnung oder einem Haus einen guten Kompromiss zwischen Pflegeheim und dem allein Leben darstellen. Wie in einer Studenten- oder Berufstätigen WG  verfügt auch hier jeder Bewohner über ein eigenes Zimmer und teilt sich Badezimmer, Küche, Wohnzimmer, Esszimmer und allfällige weitere Räume mit seinen Mitbewohnern.

    Senioren WGs im Aufwind

    Obschon diese Form des Zusammenlebens unter jüngeren Leuten vor allem in Großstädten wie Berlin sehr verbreitet und beliebt ist, ist die Senioren WG noch ein relativ neues Konzept. In den USA, Australien und auch Grossbritannien sind Senioren WGs bereits ein stark wachsendes Segment, in Deutschland war es bis jetzt noch weniger verbreitet. Doch dies wird sich schnell ändern: die demographische Struktur des Landes, die Wohnungsknappheit in grossen Städten sowie steigende Lebenserwartungen sind Faktoren, die ebenfalls in der Bundesrepublik zweifellos zu Wachstum in dem Sektor führen werden.  Interessanterweise ist die steigende Anzahl Ehescheidungen unter Senioren in den USA ein weiterer wichtiger Faktor.

    Oft werden Senioren – ob  allein oder zusammen in einer WG – in größeren Wohnungen oder Häusern leben – manchmal ist es das ehemalige Familienhaus, das mittlerweile die Kinder verlassen haben, oder eine grosse Wohnung, die sie miteinander neu bezogen haben.

    Sicherheit und Mobilität im Hause gewährleisten

    Neben den richtigen Zugangsvorkehrungen für Pflegekräfte sowie genügend Sicherheitsschutz gegen Einbrüche muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass das Wohnen in einem mehrstöckigen Haus oder in einem Gebäude ohne Lift nicht die Bewohner und deren Beweglichkeit einschränkt.

    In einem Haus stellen Treppenlifte eine passende Lösung dar, und helfen den Bewohnern bei der Mobilität im Hause. Ausserdem sind Treppenlifte sicherer und helfen dazu beim Transport von Objekten in die oberen Stockwerke.

    Jedoch müssen bauliche Anforderungen für Treppenlifte beachtet werden. Mieter müssen vom Eigentümer eine Bewilligung erhalten, und ausserdem muss der richtige, passende Treppenlift gewählt werden (gerade Treppen? kurvige Treppen? Sitzlift? Stehlift?).

    Ein Treppenlift kann auch teuer werden – hier gibt es aber die Möglichkeit, diese zu mieten, oder beim Kauf eine Unterstützung der Pflegeversicherung oder gar Fördergelder der Bundesländer oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu erhalten.

    Hinzu kommt, dass Pflege-Wohngemeinschaften, also ambulant betreute Senioren WGs seit 2012 auch durch die Pflegeversicherung gefördert werden.

    Älter werden muss nicht einsam und schwierig sein. Wir leben länger und bleiben länger gesund – mit den richtigen Einrichtungen und in einem angenehmen, freundlichen Umfeld lässt sich das Leben weiter geniessen.

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