Risse im Beton – Wie kann man dem vorbeugen?

    Risse im Beton – Wie kann man dem vorbeugen?

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    Quelle: Pixabay / Pexels

    Es gibt kaum ein Bauprojekt, das ohne Beton auskommt, vielmehr macht er diese in der Regel erst möglich. Zu seinen Einsatzgebieten gehören der

    • Ingenieur-,
    • Straßen-,
    • Tief-,
    • Hoch- und
    • Hausbau

    Ein sicheres Fundament ist das A und O im Bauwesen, sei es für ein Hochhaus oder eine kleine Gartenlaube. Während bei Betonwänden insbesondere Wasserdichtheit eine große Rolle spielt, muss bei Fußböden das Augenmerk auf hohe Belastbarkeit und Strapazierfähigkeit gelegt werden.

    Warum entstehen häufig Risse im Beton?

    Es gibt zahlreiche Rissursachen, darunter:

    • Setzen des Frischbetons
    • plastisches und Trocknungsschwinden
    • Abfluss der Hydrationswärme
    • äußere Temperatureinwirkungen
    • Änderung der Auflagebedingungen
    • Eigenspannungszustände
    • äußere (direkte) Lasten
    • Frost
    • Korrosion der Bewehrung

    Möglichkeiten zur Vorbeugung von Rissen

    Haarrisse

    Teilweise entstehen die Risse im Beton bereits einige Stunden nachdem er getrocknet ist. Generell neigt das Material trotz seiner Robustheit dazu. Feine Haarrisse gehören zur Normalität. Um diese in Grenzen zu halten, muss das Verhältnis von Flüssigkeit zu Bindemittel und Gesteinskörnung sorgfältig angepasst werden. Die Beimischung von Stahl- oder Glasfasern sorgt für mehr Festigkeit. Außerdem sollten etwa drei Zentimeter tiefe Fugen in den Beton eingeschnitten werden. Dadurch ist ein kontrollierter Abbau der Spannung gegeben. Eingebracht werden die sogenannten Sollrissfugen in die Außenschicht. Der Beton reist direkt darunter unter Kontrolle auf. Sie werden ausschließlich an der Oberfläche wahrgenommen, und zwar als gerade laufende Linien. Nicht zu erkennen sind die eigentlichen Risse.

    Schwindrisse

    In sehr warmen Regionen entstehen häufig Schwindrisse im Beton. Hitze erfordert bei der Mischung der Materialien einen höheren Wasseranteil. Jedoch gilt: Umso flüssiger diese ist, desto mehr Wasser kommt zur Verdunstung. Die weiteren Bestandteile im Beton sind daher zur Ausbreitung in den freien Raum gezwungen. In Folge der Ausdehnung tauchen Risse auf. Auch hier helfen Kontrollfugen und ein größerer Anteil an Fasern in der Mischung. Darüber hinaus können stützende Stahlgitter als Bewehrung die Entstehung von Rissen vermindern.

    Treibrisse

    Diese Art von Rissen resultiert aus der Ausdehnung des Betons und dem darauffolgenden Zusammentreffen mit dem angrenzenden Material. Hier ist die Anbringung von Dehnungs- oder Bewegungsfugen von Wichtigkeit, welche die beiden Werkstoffe voneinander trennen. Hohe Temperaturen sorgen auch nach Jahren des Aufbringens von Beton für eine Ausdehnung. Ist keine ausreichend große Dehnungsfuge vorhanden, geraten die Kräfte zweier statischer Objekte aneinander. Risse im Beton sind die Folge. Die extra angebrachten Fugen werden mit flexiblem Material wie eine Asphaltmischung, Spezialgewebe oder Montageschaum gefüllt.

    Aufreißen des Betons durch äußere Bewegungseinflüsse

    Sowohl Baumwurzeln als auch Frost und Tau sorgen für Bewegung im Erdreich, die zu Rissen im Beton führen kann. Von Bedeutung ist daher bereits die sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes. Der Einsatz von einer ausreichenden Zahl an Stahlgittern ist hierbei besonders wichtig. Außerdem wird empfohlen, eine Entfernung von mindestens fünf Metern zu Bäumen einzuhalten. Dies gilt auch für deren Anpflanzung zu einem späteren Zeitpunkt.

    Vorteile von industriellen, polierten Betonböden

    Bei Becosan steht die Vermeidung von Schäden an betonierten Böden an erster Stelle. Nicht zu verhindern ist, dass unbehandelte Betonflächen mit der Zeit rau und brüchig werden. Dabei wird feiner Staub festgesetzt, der sich überall verbreitet und die Arbeitsbedingungen erschwert. Vor allem, wenn schwere Maschinen und viele Menschen den Untergrund stark beanspruchen, tauchen Kratzer, Löcher und Flecken auf. Weiterhin gelangen teilweise Chemikalien, Fette und Öle auf den Boden, die in die Tiefe eindringen und erhebliche Beschädigungen nach sich ziehen. Sind diese erst einmal vorhanden, kann nur noch eine kostenintensive Reparatur bzw. Sanierung helfen.

    Wer seinen Betonboden frühzeitig industriell polieren lässt, schützt ihn vor gefährlichen äußeren Einflüssen. Das speziell konzipierte BECOSAN® System bietet gegenüber anderen Beschichtungen wie beispielsweise Epoxidharz den Vorteil, dass der beinhaltete Härter tief in den Betonkern eindringt. Dabei entsteht eine molekulare Reaktion, die zur Verdichtung führt. Das Ergebnis ist eine extrem abriebfeste und sehr harte Oberfläche. Die zweite Komponente des einheitlichen Systems, BECOSAN® Protective Sealer, ist eine Versiegelung. Sie verhindert erfolgreich das Eindringen von flüssigen Stoffen.

     

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