Kryptowährungen als Alternative zu Immobilien?

Kryptowährungen als Alternative zu Immobilien?

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Quelle: Pixabay

Wer hätte vor einem Jahr gedacht, wie positiv sich Aktien- und Kryptowährungen in den zwölf Monaten nach dem Crash entwickeln würden – und dies trotz der beängstigenden wirtschaftlichen Lage, in der wir uns wegen der Coronakrise befanden?

Und trotz der zahlreichen Einschränkungen aufgrund der Corona Maßnahmen blieb auch die Nachfrage nach Immobilien unverändert stark.

Immobilienpreise steigen 2021 weiter

Die Ursache des Booms ist die starke monetäre Expansion der Zentralbanken sowie die Aufnahme immenser Staatsschulden, um den wirtschaftlichen Schaden der Coronakrise einzudämmen. Auch für den Immobilienmarkt waren die Konsequenzen signifikant. Denn die Anzahl des Geldes, das im Umlauf ist, wächst wesentlich stärker als der Immobilienbestand.

Hinzu kommt, dass die Coronakrise weiterhin zur Wohnungsknappheit beitragen wird. So liefen Ende November 2020 nur noch 18 Prozent der Baustellen ohne Einschränkungen. Außerdem sehen 80 Prozent der Projekte Verzögerungen bei Baugenehmigungen.

Folglich werden trotz der Coronakrise die Preise für Wohnimmobilien weiter steigen. 

Noch mehr Staatseingriffe in den Immobilienmarkt?

Das bedeutet aber auch, dass die Kluft zwischen Arm und Reich weiter wächst. Und so hat die Coronakrise bereits manchen Politikern einen Vorwand gegeben, sich für weitere Staatseingriffe in den Immobilienmarkt stark zu machen: Zum Beispiel für die Enteignung von Immobilienkonzernen, eine Vermögensteuer oder sogar einen neuen Lastenausgleich, ähnlich wie nach den beiden Weltkriegen.

Besonders in einem Wahljahr werden diese Stimmen jetzt umso lauter. Denn viele sehnen sich in diesen Pandemiezeiten nach einem größeren, schützenden Staat.

So wird sich sicherlich auch 2021 die Dichotomie der deutschen Immobilien- und Grundeigentümer fortsetzen: Einerseits eine positive Entwicklung der Vermögenswerte, andererseits aber die wachsende Angst vor weiteren vermieter- und investorenfeindlichen Maßnahmen. 

Kryptowährungen als weniger regulierte Alternative

Angesichts dieser Entwicklungen werden Immobilien Investoren zunehmend nach Investment Alternativen suchen. Zwar werden manche nach Veräußerung einer Immobilie sich schon wieder auf die Suche nach dem nächsten Immobilien Investment machen.

Viele andere werden aber eher in Aktien investieren, oder vielleicht sogar in Kryptowährungen. Letztere sind eine besondere Herausforderung für Neulinge: Denn Kryptowährungen sind eine relativ neue Anlageklasse, mit der man sich zuerst gewißermassen vertraut machen muss, bevor man investiert. Wie bei Aktien oder Investmentfonds gibt es jedoch mittlerweile auch Investment Plattformen wie zum Beispiel Bitcoin Evolution, wo ein Algorithmus dem Anleger beim Entscheiden hilft, oder sogar vollautomatisch die passendsten Investments für ihn auswählt.

Hinzu kommt, dass Kryptowährungen wesentlich weniger reguliert als Immobilien oder auch Aktiengeschäfte sind. Es ist jedoch denkbar, dass mit der wachsenden Akzeptanz von Bitcoin, Ethereum und weiteren Altcoins auch hier Regierungen weitere Rahmenbedingungen festlegen werden.

Wird hier vernünftig vorgegangen, ist dies aber nicht unbedingt schlecht – ganz im Gegenteil: Zahlreiche Investoren könnten dadurch nämlich an Vertrauen gewinnen.

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