Gegen die „Landflucht“: das Townhouse

    Gegen die „Landflucht“: das Townhouse

    2
    SHARE
    Modernes Townhouse

    Das Leben auf dem Land wird immer beliebter. Zumindest, wenn es nach den zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften und TV-Magazinen geht. Im Grunde ist diese Umorientierung von der Stadt auf’s Land gut nachzuvollziehen, bedenkt man zum Beispiel die langen Fahrtzeiten zur Arbeit, die oft auch die Städter auf sich nehmen müssen, oder die günstigen Immobilienpreise abseits der Großstädte. Die Ruhe abseits des Großstadtrummels ist schließlich ebenfalls nicht zu verarchten.

    Dass es einen preislichen Unterschied zwischen dem Wohnen auf dem Land und dem Wohnen in der Stadt gibt, hat natürlich seinen Grund. Ob dieser nun berechtig ist oder nicht, liegt ganz im Auge des Betrachters. Denn die wichtigsten drei Kriterien, die beim Kauf einer Immobilie entscheidend sind, nämlich „Lage, Lage und Lage“, gelten nach wie vor – und zwar unabhängig vom womöglich langen Weg zur Arbeit. Die vielen Möglichkeiten, die die kulturell immer weiter angereicherten Großstädte bieten, sind kaum zu ersetzen. Das „Landfeeling“, was wiederum so viele Menschen für sich neu entdeckt haben, kann hingegen durchaus in die urbanen Gegenden geholt werden.

    Wiederentdeckte Wohnkultur

    Die so genannten Townhouses sind keine neue Erfindung von Großstadt-Architekten, sondern fristeten auf dem deutschen Markt lediglich für eine längere Zeit ein vernachlässigtes Dasein. Im Prinzip sind Townhouses nichts anderes als die altbekannten Reihenhäuser, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Häuser sind in Gestaltung und Konzeption ganz auf die aktuellen Bedürfnisse und Geschmäcker junger Familien ausgerichtet. Dieses sind bzw. waren die Reihenhäuser der gutbürgerlichen Wohngegenden natürlich auch, doch haben sich die Bedürfnisse einer klassischen Großstadtfamilie schlichtweg verändert.

    Die aktuellen Stadthäuser wollen weg vom Reihenhaus-Image. Die Architekten legen viel Wert auf Design, sowohl bei der Außenfassade als auch bei der Gestaltung der Innenräume. Eine durchschnittliche Bad- oder Kücheneinrichtung aus dem Baumarkt findet man hier eher selten. Die Räume sind für Designermöbel gedacht und dementsprechend geschnitten. Große und weiträumige Wohnzimmer mit großen Fensterfronten bilden oft das Zentrum der Townhouses, die aber dennoch familiengerecht gestaltet sind. Genügend Zimmer für Kinder gibt es in der Regel in den oberen Stockwerken.

    Dem Trend entsprechend: Großstadt und Natur-Feeling

    Um dem gesteigerten Bedürfnis nach Natur und Landleben entgegenzukommen, gibt es oftmals entsprechend große Terrassen, Balkone oder gar Sonnendecks, die bei Bedarf in einen Großstadt-Garten umgestaltet werden können. Hier wird gesät, gebuddelt und gegossen – ganz wie auf dem Land. Die nach wie vor kleinteilige, parzellenartige Aufteilung der Grundstücke ist somit kein echtes Problem mehr.

    Mit Townhouses lassen sich also zwei Dinge prima miteinander vereinen: die Nähe zur Innenstadt mit den vielen kulturellen Einrichtungen und das Bedürfnis nach Ruhe und Natur, gepaart der Gestaltung der nach wie vor beliebten (und ausgesprochen kostspieligen) Großstadtlofts.

    2 COMMENTS

    1. Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Alt werden in der Stadt zieht vielleicht die Leute aufs Land aber immer mehr Leute wollen doch weg vom Land, rein in die Stadt und Karriere machen.

    2. Das Leben in der Stadt ist sehr komfortabel. Die Menschen haben alles, was Sie wollen. Aber nach einer Weile ist es schön, wieder zurück zur Natur ist. Kauf eines Hauses kann eine große Chance, um Ihr Leben zu ändern. Das Leben in einem Dorf kann gut sein, für die Erhöhung eine glückliche Familie.

    LEAVE A REPLY