Ferienwohnungen in Berlin: sind sie noch legal?

    Ferienwohnungen in Berlin: sind sie noch legal?

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    Ferienwohnung in Berlin

    Sowohl and Vermieter als auch als Mieter einer Ferienwohnung in Berlin muss man auf einiges achten. Nicht nur auf das übliche – wie darauf, ob Vermieter und Mieter auch wirklich vertrauenswürdig sind und die Wohnung den Erwartungen entspricht, sondern auch noch auf weiteres, was einem leicht entgehen kann. Zum Beispiel ob man die Wohnung überhaupt legal und ohne Erlaubnis auf Zeit (also als Ferienwohnung) vermieten kann.

    Die meisten Ferienwohnungen in Berlin sind ab Mai 2016 nicht mehr legal

    Wichtig ist ganz zuerst, dass es ab 1. Mai 2016 wesentlich schwieriger wird, legal eine Ferienwohnung in Berlin zu vermieten. Mit dem im Mai 2014 in Kraft getretetenem Zweckentfremdungsverbot wird die Vermietung von Ferienwohnungen in Berlin, über Airbnb oder andere Websites (Wimdu, Housetrip, 9-Flats, etc), stark eingeschränkt.

    Für jene, die vor Juli 2014 ihre Ferienwohnung angemeldet haben gilt eine Übergangsfrist vom zwei Jahren, dank der die Vermietung als Ferienwohnung bis Mai 2016 gestattet ist. Hat man sich nach Juli 2014 beworben, kann die Benutzung als Ferienwohnung von der Behörde sofort gestoppt werden.

    Nach Ende der zweijährigen Übergangsphase muss sich der  Wohnungseigentümer (und nicht der Mieter, der untervermieten möchte) neu bewerben, doch sind die Chancen einer Erlaubnis gering. Hoffen kann der Eigentümer im besten Fall auf eine Genehmigungsfiktion – entscheidet die zuständige Behörde (das Bezirksamt) nicht innerhalb von 14 Wochen, so gilt der Antrag als genehmigt. Diese 14 Wochen müssen vor dem 1. Mai 2016 abgelaufen sein, damit der Eigentümer weiterhin die Wohnung ohne Unterbrechung nach diesem Datum als Ferienwohnung vermieten kann.

    Die Wohnung anmelden muss man, wenn die Ferienwohnung nicht von einem selber bewohnt Wohnung ist, und wenn man in der Wohnung selber nicht angemeldet ist.

    Ziel des Zweckentfremdungsverbots ist die Bekämpfung der Wohnungsknappheit in Berlin. In der ganzen Stadt gibt es derzeit ca. 15.000 bis 20.000 Ferienwohnungen für Touristen. Ein Teil dieser Ferienwohnungen wird inoffiziell vermietet. Auch wenn Berlin mindestens 40.000 neue Wohnungen pro Jahr benötigt, hofft der Senat, dass dieses neue Gesetz zu einer Entspannung des Wohnungsmarktes führen wird. Wahrscheinlich ein bisschen optimistisch und auch naiv, da von den 15.000 bis 20.000 Ferienwohnungen in Berlin höchstens ein Teil wieder an den langfristigen Wohnungsmarkt zurückkehrt, und das Zweckentfremdungsverbot somit die Unterkunftsmöglichkeit fuer Touristen – ein Motor der Berliner Wirtschaft – deutlich einschränkt.

    Welche Alternativen gibt es zur Vermietung als Ferienwohnung?

    Eine legale Alternative zur Ferienwohnung ist die Vermietung über mehrere Monate an Studenten oder Praktikanten, oder allgemeine solche, die sich in Berlin für mehr als zwei Monate aufhalten. In solchen Fällen ist meistens eine voll möblierte und ausgerüstete Wohnung benötigt, und diese kann zu flexibleren Bedingungen als unter einem langfristigen Mietvertrag vermietet werden. Eine weitere attraktive Alternative wäre eine Vermietung einer grösseren Wohnung an eine Wohngemeinschaft (WG), da in Berlin die WG an Popularität gewinnt und durch deren Mieter auch oft selber ein Nachmieter gesucht wird.

    Schlussendlich ist zu hoffen, dass es 2016 zu einem Aufschrei der Vermieter von Ferienwohnungen in Berlin kommt, welches das Zweckentfremdungsverbot einschränken oder sogar kippen könnte. In der Tat sehen manche das neue Gesetz sogar als  verfassungswidrig.

    Kostenlose Anzeigen für Ferienwohnungen in Berlin, Wohnen auf Zeit, Wohngemeinschaften, Nachmieter sowie mittel- und langfristige Vermietungen gibt es auf LocaBerlin, dem größten Immobilienportal für Berlin und Brandenburg.   

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