Etikettetipps für Immobilienmakler I

    Etikettetipps für Immobilienmakler I

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    Immobilienmakler Etikette

    Gibt es eine besondere Etikette für Immobilienmakler, vielleicht besonders für Immobilienmakler in Berlin? Ich glaube, gutes Benehmen ist in jedem Beruf, und nicht nur im Beruf, gefragt. Allerdings rangieren Makler in der öffentlichen Meinung als Menschen, die sich häufig besonders schlecht benehmen. Wie komme ich nun dazu, hier Benimmtipps zu geben? Wie komme ich dazu, Maklern ein übleres Benehmen nachzusagen als Ausübern anderer beruflicher Funktionen? Es hat zwei Gründe: Zum einen kenne ich den Berufsstand der Makler und viele Maklerpersönlichkeiten sehr genau, zum anderen bin ich seit 10 Jahren in Nebenfunktion als Benimmcoach und als Veranstalter und Dozent von Kniggeseminaren unterwegs, und ich habe auch drei Bücher zu diesem Thema geschrieben, mein wichtigstes: „Erfolgreich mit Stil  –  Der Knigge für alle Lebenslagen“ ist 2009 im Linde-Verlag, Wien, erschienen. Und dieses Buch macht  –  noch überzeugender als mein Blog-Beitrag hier  –  deutlich, dass gutes Benehmen und Erfolg eng miteinander zusammenhängen.

    Dennoch sind die Ratschläge, die ich hier den Maklern, die sich mit Immobilien beschäftigen, mitgeben möchte, eher Empfehlungen, die den meisten als wohl bekannte Hinweise vorkommen werden. Das Phänomen ist nämlich, dass die allgemeinen Benimmregeln sehr wohl bekannt sind, und wenn ich mit einem anderen über meine Kniggeseminare spreche, stoße ich generell auf positive Resonanz, ja, meine Kurse seien wirklich wichtig; denn es gebe ja so viele Menschen, die sich so furchtbar benähmen . . .  –  an sich selber denken diese Menschen nie.

    Gleich vorab muss ich den Leser warnen: Gutes Benehmen kostet Kraft. Zwar nie sehr viel, aber man muss schon dafür etwas tun, etwa dem Kunden den Vortritt gewähren, beim Gähnen die Hand vor den Mund nehmen, zum Niesen ein Taschentuch nutzen, in welches man hineinnießt und nicht den Ärmel, So lange stehen, bis der Kunde oder Geschäftspartner sich gesetzt hat, ihm nicht ins Wort fallen und ihn unterbrechen, solange er redet, ihn im Büro zur Ausgangstür begleiten  –  das sind alles allgemeine Benimmregeln, die immer, privat und geschäftlich, gelten.

    Was sind denn die spezifischen Benimmfehler, die Makler vermeiden sollten? Das wichtigste Benimm-Gebot ist die Pünktlichkeit. Auch wenn der Makler immer wieder auf zu spät (oder gar nicht) erscheinende Interessenten warten muss. Er selber muss pünktlich sein. Verkehrsstaus gibt es jeden Tag. Die muss man einplanen. Aber in diesem Zusammenhang gibt es noch eine wichtige Vorsorgemaßnahme: Der Makler sollte sich immer die Handynummer seiner Verabredung geben lassen und aufschreiben; denn wenn es wirklich mal einen so brutalen Stau gibt, mit dem nicht zu rechnen war, dann sollte er früh genug Bescheid geben, dass er sich verspätet und sollte ehrlich sagen, mit wieviel Verspätung er rechnet. Lieber dann fünf Minuten mehr einplanen, sonst ärgert sich der Wartende zweimal! Und wenn am anderen Ende keiner drangeht, dann sollte er unbedingt eine höfliche SMS hinterherschicken. Und apropos SMS  –  Business People, und Makler gehören ja auch zu dieser Kategorie, sollten nicht die Schüler- und Studenten-Unsitten des Kleinschreibens annehmen. Und dann noch die Automatik, dass nach jedem Punkt, auch nach einem Abkürzungspunkt, ganz furchtbar fehlerhaft ein Großbuchstabe folgt. Auch die automatische Rechtschreibkorrektur bzw. die automatischen Vorschläge, die das Handy macht und die dann wirksam werden, wenn man sie nicht ausklickt, sind böse Fallen im Umgang mit der schriftlichen Kommunikation via Mobilefone.

    Ähnliches gilt aber durchaus auch, ja sogar noch viel mehr im Emailverkehr. Eine Email von einem Geschäftspartner, der sich nur der in unserer Sprache einfach nur schlampigen, weil falschen Kleinschreibung bedient, wird von kultivierten Menschen gar nicht ernst genommen. Wie gesagt: Gutes Benehmen macht manchmal ein Bisschen Arbeit, aber es steigert den Respekt der Partner und erhöht das Image dessen, der sich gut benimmt. Das gilt auch in Berlin!

    So viel für heute, demnächst mehr . . . .

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