Etikette-Tipps für Immobilienmakler II – Der Gruß

    Etikette-Tipps für Immobilienmakler II – Der Gruß

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    Beim letzten Etikette-Tipp für Immobilienmakler haben wir die folgenden Gegenstände behandelt:

    • – Pünktlichkeit bei Terminen, insbesondere bei Besichtigungsterminen
    • – Umgang mit Menschen im Büro
    • – SMS und Emails

    Diese Themen bedürfen durchaus noch der gelegentlichen Vertiefung. So ist das höfliche Grüßen von Personen, die zum Beispiel ins Büro kommen, aber von Kollegen bedient werden, durchaus eine gute Sitte, die positiv auffällt. Eigentlich ist ja zunächst der neu Hereinkommende grußpflichtig. Aber grußpflichtig hin, grußpflichtig her  –  es macht einfach einen guten Eindruck, der Kunde fühlt sich respektiert und wahrgenommen, wenn alle, die sich zufällig im Büro aufhalten, „Guten Tag“ oder „Grüß Gott“ sagen und ihn ein Sekündchen dabei lächelnd anschauen. Sonst erzählt dieser Kunde zuhause seiner Frau: „Da saßen in dem Maklerbüro 3 Gestalten hinter ihren Computern, die noch nicht mal gegrüßt haben  –  unangenehme Atmosphäre!“ Und beim Grüßen sollten die Herren unbedingt darauf achten, keine Hand in der Hosentasche zu haben. Denn das wirkt respektlos und unerzogen. Den Mitmenschen  –  egal, wen  –  respektieren, das ist die wichtigste Benimmregel. Gutes Benehmen ist, sich so zu verhalten wie es dem gegenüber mutmaßlich gefällt, und mit dieser alterozentrierten (= Gegenteil von egozentriert) Haltung werden Sie sich überall einen guten Leumund erheischen, vorausgesetzt, Sie halten die weiland von der Achtundsechzigern als „Sekundärtugenden“ verunglimpften Grundregeln des guten menschlichen Miteinander ein: Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Wort und Tat übereinstimmend machen, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit. Das klingt altmodisch, ist aber so aktuell wie noch nie; denn viele Eltern der Achtundsechzigergeneration und fast alle Lehrer  –  egal, ob sie nun mit den abstrusen Ideen ihrer Generation konform gegangen sind oder nicht  –  haben jahrzehntelang nicht mehr gewagt ihren Kindern und Schülern beizubringen, dass man sich besser fühlt (und viel mehr Erfolg hat), wenn man diesen Tugenden huldigt.

    Noch ein paar Bemerkungen zum Gruß. Ganz allgemein gilt: Es gibt in der Gesellschaft und auch im Geschäftsleben immer einen, der als höherrangig angesehen wird. Der andere ist dann niedrigerrangig. Der wirklich feine Herr und die kultivierte Frau lassen es sich nicht nehmen, sich bei gleichem gesellschaftlichen Rang oder in gleicher Hierarchieebene selber zurückzunehmen. Beim Grüßen ist es so: Wer zuerst ins Zimmer kommt, grüßt in die im Zimmer versammelte Runde, egal wer welchen Rang besetzt. Gehe ich auf einen bestimmten Menschen zu, dass begrüße ich ihn verbal und mit leichtem Kopfnicken stets als Niedrigerrangiger zuerst. Er, der Höherrangige entscheidet jedoch über die Art und Weise des Grußes. Er kann mir freundlich zunicken, „guten Tag“ oder „Hallo“ sagen und weitergehen. Er kann stehen bleiben und meinen Gruß mit leichtem Kopfnicken und einen tageszeitlich angepassten Gruß auch verbalisieren. Er kann aber schließlich auch drittens stehen bleiben, und seine Hand zum Gruße ausstrecken. Er, der Höherrangige bestimmt die Form des Grüßens. Es gehört sich also für mich als Niedrigerrangiger nicht, ihm mit ausgestreckter Hand ein Händeschütteln aufzuzwingen.

    Soviel für heute, Fortsetzung folgt: Wie stelle ich mir bekannte, aber untereinander unbekannte Personen einander vor?

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