Deutsche Immobilien: Unser Ausblick fuer 2015

    Deutsche Immobilien: Unser Ausblick fuer 2015

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    Nachdem mit 2014 ein weiteres gutes Jahr fuer den deutschen Immobilienmarkt zu Ende ging, richten sich nun alle Augen auf das neue Jahr.

    Was bedeuten eine schwaechelnde Konjunktur in Deutschland und Europa, neue Aengste ueber einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone, ein fallender Oelpreis, Deflationsaengste, und eine unstabile politische Lage im Mittleren Osten und in Russland fuer deutsche Immobilien?

    Sicherlich koennte ein schwaecheres Wirtschaftswachstum zu einer Verunsicherung deutscher Konsumenten und Angeler fuehren, aber fuer den Immobilienmarkt sind diese Faktoren nicht unbedingt alle negativ. Ganz im Gegenteil:

    1. Niedrige Zinsen: Zinsen muessen weiterhin niedrig bleiben – und dies fuer laengere Zeit. Eventuell wird die Europaeische Zentralbank (EZB) mit aggressiveren quantiativen Lockerunsgmassnahmen eingreifen, wie man es zuvor in den USA und Grossbritannien gesehen hat. Niedrige Zinsen bedeuten auf jeden Fall weiterhin guenstige Finanzierugsbedingungen fuer Immobilienkaeufer in Deutschland, was eindeutig positive Auswirkungen auf den Immobilienmarkt hat.

    2. Schwacher Euro: Das weiterhin schwache Wachstum in der Eurozone sowie die relativ gesehen besseren Aussichten fuer die USA und Grossbritannien haben zu einer Abwertung des Euros gefuehrt. Die Strategen der Citigroup rechnen sogar mit einer weiteren Abschwaechung der Einheitswaehrung im neuen Jahr auf ein Niveau von 1.15 USD von momentan 1.19. Ein schwacher Euro ist aber eher positiv fuer den deutschen Immobilienmarkt, zumindest aus der Perspektive auslaendischer Investoren. Ausserdem widerspiegelt der schwache Euro nicht die relative Staerke der deutschen Wirschaft im Vergleich zu anderen Laendern der Eurozone, sodass sogar behauptet werden kann, dass ohne die Einheitswaehrung (also bei einer Rueckkehr der D-Mark) das Preisniveau deutscher Immobilien sowie Preise allgemein im internationalen Vergleich wesentlich hoeher waeren.

    3. Interesse auslaendischer Investoren: Die Aengste einer erneuten Krise in Griechenland und eines eventuellen Austritts aus der Eurozone tragen zum allgemeinen Interesse auslaendischer Investoren an deutschen Immobilien bei, da erneut nach einem sicheren Hafen gesucht wird. Auch im Bereich Gewerbeimmobilien ist laut Immobilienexperten von Jones Lang LaSalle ein verstärktes Interesse ausländischer Investoren zu beobachten, insbesondere aus China.

    4. Preise im internationalen Vergleich immer noch attraktiv: Natuerlich gibt es in Deutschland bereits Aengste um eine Immobilienblase, insbesondere in Grossstaedten wie Hamburg, Muenchen und Frankfurt. Dennoch bleiben Preise in Berlin sowie in vielen kleineren Staedten weiterhin relativ niedrig. Ausserdem sind sogar die teuersten deutschen Grossstaedte im internationalen Vergleich (z.B. mit Paris, London oder Zurich) relativ erschwinglich. Eine deutsche Immobilienblase sehen wir also noch nicht.

    Allerdings werden gewisse Massnahmen wie die Einfuehrung der Mietpreisbremse (im Laufe des Jahres bundesweit in Staedten mit angespannten Wohnungsmaerkten) sowie das im Mai 2014 in Kraft getretene Berliner Zweckentfremdungsverbot (welches vor allem Eigentuemer von Ferienimmobilien trifft) fuer den Immobilienmarkt als Daempfer wirken.

    Fazit: auch wenn 2015 einige politische und konjunkturelle Unsicherheiten mit sich bringt, und die deutsche Gesetzgebung fuer Immobilienkaeufer und – eigentuemer strikter wird, sehen wir das makrooekonomische Umfeld fuer deutsche Immobilien als weiterhin positiv. Zwar kann nicht mehr unbedingt mit den Preissteigerungen der letzten Jahren gerechnet werden, doch bleiben deutsche – und Berliner – Immobilien eine aeusserst attraktive und sichere Anlage fuer die lange Frist.

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