Betrug beim Immobilienkauf

    Betrug beim Immobilienkauf

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    Auch bei der Immobiliensuche besteht immer wieder die Gefahr, in eine Falle gelockt zu werden. Worauf man bei der Suche auf Kleinanzeigen oder Immobilienportalen achten sollte.

    Betrug mit falschen Immobilienanzeigen

    Betrüger haben im Haus- und Grundstücksmarkt eine lukrative Einnahmequelle entdeckt. Sie schalten in Berlin und anderenorts falsche Immobilienanzeigen, in denen sie Wohnungen und Häuser zu Schnäppchenpreisen anbieten. Die in den Annoncen abgebildeten Objekte existieren tatsächlich, werden von den Kriminellen jedoch für eigene Zwecke missbraucht.

    Masche dreister Betrüger

    Die Betrugsmasche funktioniert in der Regel nach folgendem Muster: Zunächst basteln die Abzocker ein lukratives Kaufangebot und geben die Annonce in einem Immobilienportal von Berlin oder einer anderen Metropole auf. Dabei bedienen sie sich in der Regel bereits vorhandener Anzeigen für Mietobjekte, deren Inhalte sie kopieren unter einem anderen Anbieternamen veröffentlichen. Auch Namen existierender Maklerfirmen und deren Mitarbeiter verwenden die dreisten Betrüger ungeniert für ihre eigenen Zwecke. Findet sich ein Interessent, wird der aufgefordert eine Anzahlung auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Die geforderte Summe beläuft sich in der Regel auf einige Tausend Euro. Bei einer Vielzahl der in Zusammenhang mit Betrug beim Immobilienkauf stehenden Fälle landet das ergaunerte Geld zunächst auf einem ausländischen Bankkonto, ehe sich die Spur verliert.

    Unwesen organisierter Banden

    Häufig stecken hinter dem Betrug beim Immobilienkauf organisierte Banden, die auch in internationalen Metropolen wie London ihr Unwesen treiben. Wer auf deren Betrugsmasche hereinfällt und dies, womöglich aus Schamgefühl, nicht nur Anzeige bringt, läuft Gefahr von den Kriminellen weiter unter Druck gesetzt zu werden. Haben sie einmal Erfolg gehabt, geben sich die Betrüger nicht mit einer Überweisung zufrieden und verlangen weitere Zahlungen. Es gibt auch Fälle, in denen sie sich Kopien von Ausweisdokumenten schicken lassen. Personen, die Opfer eines solchen Betrugs beim Immobilienkauf geworden sind, laufen Gefahr aufgrund eines Identitätsdiebstahls noch weitaus größere Verluste zu erleiden.

    Vorsicht bei Schnäppchenangeboten

    Ihre Opfer suchen die Betrüger bevorzugt in Großstädten mit knappem Wohnraum und lukrativen Gegenden. Der Anteil gefälschter Immobilienangebote hat mittlerweile ein gehöriges Ausmaß erreicht. Die Zahl betrügerischer Annoncen, die jeden Monat in Printmedien und einschlägigen Immobilienportalen in Berlin geschaltet werden, geht in die Tausende. Vorsicht ist insbesondere dann geboten, wenn der Preis für eine Immobilie den üblichen Marktpreis deutliche unterschreitet und Reservierungsgebühren oder Anzahlungen auf ein ausländisches Konto überwiesen werden sollen. Auch eine in gebrochenem Deutsch oder Englisch geführte Korrespondenz vonseiten des Inserenten kann auf einen Betrugsversuch hinweisen.

    Identität des Verkäufers prüfen

    Wer ganz sicher gehen möchte, dass sich nicht ein Lockvogelangebot von Kriminellen handelt, sollte sich davon überzeugen, dass er es mit dem tatsächlichen Eigentümer oder einem von ihm autorisierten Makler zu tun hat. Bei einem häufigen Wechsel der Ansprechpartner sollten die Alarmglocken angehen. Lässt sich deren Identität nicht eindeutig ermitteln oder erweisen sich Kontaktdaten als falsch, kann in der Regel von einem Betrugsversuch ausgegangen werden. Inzwischen sind Immobilienportale in Berlin und anderen Städten dazu übergegangen, die Bilder geschalteter Annoncen abzugleichen, um Doubletten ausfindig zu machen. Nicht jeder Betrug beim Immobilienkauf lässt sich auf diese Weise vermeiden, weshalb auch in Zukunft Vorsicht geboten ist.

    2 COMMENTS

    1. Hallo,

      passt nicht ganz zum Thema.
      Ich hoffe dennoch auf eine Antwort.

      In Berlin gibt es eine Maklerprovision von über 7 %.

      Wird die auch in der Praxis bezahlt oder ist die verhandelbar?

      Zumeist werden in D ja 3 % plus MWST fällig.

      Offizielle Begründung ist in Berlin ja, dass hier der Käufer die Gesamtprovision
      trägt.
      Nun denn, bin gespannt auf Ihre Antwort(en).

      Gruß

      • Danke für Ihre Frage! In der Tat wird die 7% Provision in Berlin in den meisten Fällen auch vom Käufer gezahlt. Bei einer teureren Immobilie kann diese aber ab und zu schon verhandelt werden, das hängt wirklich sehr vom Makler ab. Natürlich gibt es dann auch provisionsfreie Verkäufe, wenn z.B. eine grosse Immobiliengesellschaft die Verkäuferin ist oder eben ein Privater Eigentümer.

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