Die Mietersuche nach dem Bestellerprinzip

    Die Mietersuche nach dem Bestellerprinzip

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    Die Suche nach einem passenden Mieter kann man mit dem richtigen Portal wesentlich zeitsparender und günstiger gestalten, als das aktuell der Fall ist. Und das ohne Qualitätsverlust der Anfragen.“

    Interview mit Felix Göde, geschäftsführender Gesellschafter des Deutschen Vermieterportals devepo, über die Bedeutung der Digitalisierung der Mietersuche

    Für Vermieter, Hausverwalter und Makler bricht mit dem 01.06.2015 eine neue Zeitrechnung der Vermietung an. Das Bestellerprinzip tritt in Kraft führt dazu, dass in Zukunft auch Vermieter oder Hausverwalter den Makler bezahlen müssen, wenn sie ihn beauftragt haben. Was genau wird sich ändern und inwiefern hat die Gesetzesänderung Einfluss auf den Mietmarkt?

    Als Gründer des Deutschen Vermieterportals kennen Sie sich auf dem Markt gut aus. Welche Veränderungen wird es ab Juni geben?

    FG: „ Die Veränderungen und die Auswirkungen des Bestellerprinzips wird man ab Juni im gesamten Mietmarkt sehr stark spüren. Jede betroffene Gruppe wird anders damit umgehen. Viele Vermieter und Hausverwalter werden es erst einmal selbst versuchen und ohne Makler nach Mietern suchen. Hier steht ganz klar eine Ablehnhaltung im Vordergrund: Für eine Dienstleistung, für die man bis dato noch nie zahlen musste, wird man auch jetzt sofort die Geldbörse zücken wollen. Und es gibt ja eine Reihe von Immobilienportalen, die Vermieter jetzt schon an die Hand nehmen oder mit Angeboten locken. Makler auf der anderen Seite werden es zu Beginn sehr schwer haben. Sie müssen sich komplett umstellen und treten jetzt in einen marktüblichen Konkurrenzkampf, bei dem am Ende Preis und Qualität entscheiden werden. Wir gehen deshalb aktuell davon aus, dass 40%-50% der Makler in den nächsten 6-12 Monaten verschwinden werden. Gute Makler werden sich jedoch halten können und mit Hilfe von gesteigerter Effizienz und geringen Kosten am Markt etablieren.

    Mieter dagegen sind die Nutznießer des neuen Gesetzes, die jetzt nur noch zahlen, wenn sie einen Makler explizit beauftragt haben ihnen eine Wohnung zu suchen. Das deutsche Vermieterportal devepo hat sich aufgrund der Umwälzungen dazu entschieden ein Werkzeug zu entwickeln das Vermieter und Hausverwalter, aber auch Makler nutzen können, um in kurzer Zeit qualifizierte Mietinteressenten zu bekommen.

    Wie groß wird der Aufwand für Makler und Vermieter/Hausverwalter ab Juni sein?

    FG: „Das ist aktuell schwer abzuschätzen.Vermieter werden ihre Objekte erst einmal auf den großen Immobilienportalen veröffentlichen. Hier kann man davon ausgehen, dass alleine für die Anmeldung, das Einstellen der Anzeige und die Beantwortung auf die Anfragen mindestens mehrere Tage oder gar Wochen vergehen werden. Dazu kommen dann noch die meist sehr hohen Kosten, die schnell in die Hunderte gehen können, wenn man mehrere Objekte hat oder seine Anzeige besser platzieren möchte. Für Makler gilt im Grunde das Gleiche, auch wenn die meist Rahmenverträge und Kontingente mit den großen Portalen haben und dadurch bessere Konditionen bekommen. Dafür müssen sie teilweise aber auch ihr komplettes Kontingent aufbrauchen, damit es sich lohnt. Haben sie einmal weniger Objekte, zahlen sie trotzdem. Und das dann für eine Anzeige, die nie geschaltet wurde. Das kann gerade ab Juni, wenn Vermieter ihr Glück selbst in die Hand nehmen und die Objektanzahl auf dem Markt für Makler sinkt, teuer werden.“

    Welchen Plattform würden Sie Makler, Vermietern und Hausverwaltern für die Mietersuche empfehlen?

    FG: „Unser deutsches Vermieterportal devepo.de folgt dem Prinzip der Portalbündelung bei gleichzeitiger Kostenersparnis. Das bedeutet, dass Anzeigen auf devepo.de einmal eingestellt werden und dann durch uns auf 5-17 großen deutschen Portalen erscheinen-und das 50% günstiger als per Listenpreis. So streut man das Risiko und macht sich nicht nur von einem Portal abhängig.  Im Nachgang werden dann alle Anfragen als einheitliche Profile dargestellt mit allen wichtigen Infos wie Nettoeinkommen, Schufa-Score, Beruf etc. Und man bekommt noch ein Foto und eine Kurzbeschreibung der Interessenten zu sehen, was  sich für viele Vermieter als großer Erleichterung bei der Auswahl des richtigen Mieters herausgestellt hat. Denn ein Großteil achtet sehr darauf, dass der neue Mieter in die Hausgemeinschaft passt. Man spart also enorm beim Aufwand, aber auch bei den Kosten und wird insgesamt effizienter. Bisher haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein Vermieter oder Makler bei uns 2 Stunden von der Anmeldung bis zum Besichtigungstermin braucht-bei Kosten von im Schnitt 59 Euro. Dieses Angebot ist einzigartig in Deutschland.“

    Felix Göde ist der Gründer des deutschen Vermieterportals www.devepo.de, einem bisher einzigartigen Portal für Immobilienmakler, Vermieter und Hausverwalter. Hier können sie Mietobjekte einmal einstellen und durch devepo auf bis zu 17 große Portale übertragen lassen. Die Kosten für die Portale werden dabei halbiert. Alle Anfragen werden vereinheitlicht und vergleichbar dargestellt. Das Unternehmen wurde im März 2015 von Felix Göde gegründet. Der Firmensitz ist Frankfurt am Main. Mehr Infos auf www.devepo.de

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