5 Wege, um Berlin zu erkunden

5 Wege, um Berlin zu erkunden

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Berlin Reichstag

Berlin hat viele tausend Gesichter. Wie erkundet man diese weitläufige, facettenreiche Stadt am besten? Es gibt viele verschiedene Wege dafür, und welcher der beste ist, hängt ganz von den persönlichen Vorlieben ab. Fünf dieser Wege werden hier näher beleuchtet.

Der eigenen Nase nach

Wer sich ein Tagesticket oder die Berlin Welcome Card zulegt, kann nach Herzenslust die Nahverkehrsmittel der Hauptstadt nutzen. Sie bringen einen sicher von A nach B und erlauben auch das Zurücklegen weiter Strecken innerhalb kurzer Zeit. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich so ganz auf die eigenen Interessen beschränken kann und exakt das sehen wird, was dem eigenen Empfinden nach spannend ist. Auch kann diese Art der Berlin-Erkundung bei Bedarf sehr günstig gehalten werden.

Die Nachteile dieses Wegs liegen allerdings auch auf der Hand: Man läuft Gefahr, Spannendes und Schönes nicht zu sehen, weil man nichts darüber weiß. Die Recherche im Vorfeld kostet viel Zeit, und auf dem Weg von einem Punkt zum anderen bekommt man in den Bahnen nicht viel von der Hauptstadt mit.

Stadtrundfahrt mit dem Bus

In Berlin gibt es zahlreiche Stadtrundfahrten, denen man sich anschließen kann. Manche von ihnen, wie die Buslinien 100 und 200, steuern Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt an, an denen die Teilnehmer aussteigen und sich umsehen können, um später in einem anderen Bus der Linie einzusteigen und weiterzufahren. Diese Fahrten werden nicht kommentiert, man muss sich daher im Vorfeld selbst informieren, wo man aussteigen möchte. Sie sind aber besonders kostengünstig und erlauben eine Menge Flexibilität.

Andere Veranstalter bieten Touren mit besonderen Schwerpunkten an, die etwa in verschiedener Breite die Highlights der Stadt beinhalten oder nachts einen tollen Blick auf die illuminierte Hauptstadt bieten. Die Teilnehmer erfahren dabei Daten, Spannendes und Kurioses zu den einzelnen Stationen. Manche der Touren sehen Stopps für Fotos vor, andere nicht. Hier kann man sich für das entscheiden, was am Interessantesten klingt, muss dafür aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Individuelle Stadtrundfahrten

Wer eine Stadtrundfahrt ganz genau nach seinem Geschmack wünscht, kann sich bei Anbietern wie dem RH City Service danach umsehen. Die Touren sind in viele verschiedene Einzelthemen unterteilt – man kann sich für die Highlights entscheiden, eine Tour durch die Szenebezirke machen, eine Nachtfahrt buchen oder die schönsten Ecken des Berliner Umlands erkunden. Die Touren sind von ganz unterschiedlicher Dauer, aber sehr bequem und geleitet von gebürtigen Berlinern, die spannend über die Hauptstadt zu erzählen wissen. Snacks und Getränke sind inklusive.

Die Startpunkte können individuell festgelegt werden – man kann sich auch vom Flughafen oder vom Bahnhof abholen lassen. Die Touren sind für Gruppen unterschiedlichster Größe möglich, und es kann auf individuelle Wünsche Rücksicht genommen werden. Ein solcher Service hat aber natürlich auch seinen Preis.

Auf den Wasserwegen

Berlin Ebenfalls von März bis November kann man die Innenstadt Berlins von der Spree und vom Landwehrkanal aus erkunden. Die Schiffe passieren das Regierungsviertel und fahren durch die historische Mitte der Hauptstadt. Auch die Museumsinsel und das Nikolaiviertel liegen am Wasserweg. So bekommt man eine ganz neue Perspektive auf die Stadt geboten. Die passenden Informationen werden durch Live-Moderation oder Audio-Guides vermittelt. Weitere Möglichkeiten sind die Brückenfahrt (Berlin hat mehr Brücken als Venedig!) oder die Tour ins grüne Umland, etwa vom Wannsee bis zur Potsdamer Altstadt.

Die Fahrten dauern je nach Route eine bis vier Stunden, oft gibt es Gastronomie an Bord. Allerdings steigt man bei Sehenswürdigkeiten nicht aus – die Fahrten eignen sich daher gut zum Vormerken von Punkten, die man später besuchen will.

Berlin vom Rad aus erkunden

Geführte Radtouren sind ein beliebter Weg, die Hauptstadt zu entdecken: Von März bis November werden sie gleich mehrmals täglich angeboten. In kleinen Gruppen werden die Teilnehmer durch die riesige Stadt geführt, wobei die Guides natürlich genau wissen, wie sie den Autoverkehr umgehen. Ein gemächliches Tempo und viele Pausen, in denen Wissenswertes erzählt wird, machen diese Touren für Menschen allen Alters attraktiv. Auch hier kann man sich für Schwerpunkte entscheiden: Es gibt die Überblick-Tour mit den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, eine Extratour für das multikulturelle Kreuzberg und das Spree-Ufer und spannende Touren zu überraschenden Oasen, wo das Großstadtleben draußen bleibt. Hier ist auch für Urberliner noch manche Überraschung dabei. Man kann eine Tour zu den schönsten Beispielen für Streetart buchen, an einer DDR-Themen-Tour teilnehmen oder Berlin bei Nacht genießen.

Die Radtouren finden in der kalten Jahreszeit nicht statt, also muss man sich dafür schon in den wärmeren Monaten nach Berlin bequemen. Wer begeisterter Radsportler ist, könnte auch mit dem gemächlichen Tempo seine Probleme haben, da dieses an die langsamsten Teilnehmer angepasst wird.

 

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