5 Tipps für Immobilieninvestitionen für Anfänger

    5 Tipps für Immobilieninvestitionen für Anfänger

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    Quelle: Pixabay / PIRO4D

    Jeder, der in der glücklichen Lage ist, dass er ein kleines Vermögen oder zumindest ein finanzielles Polster ansparen konnte, versucht, mehr daraus zu machen. Es bringt nichts, wenn Sie das Geld unter das Kopfkissen legen. Das Geld bei der Bank auf ein gewöhnliches Sparbuch zu legen, bringt fast nichts. Das Geld in Aktien zu investieren, ist hoch spekulativ und riskant. Gold zeigt sich nicht mehr so krisenresistent, als es schon einmal war. Rohstoffe sind natürlich ein extrem volatiles Metier, also auch kein sicheres Investment und von Kryptowährungen wollen wir gar nicht reden, denn diese Anlageform ist die spekulativste und riskanteste überhaupt. Verglichen dazu, ist es wahrscheinlich noch ertragreicher, wenn man im Online Casino sein Glück versucht. Zum Üben kann man wenigstens kostenlose Automatenspiele testen. Deshalb gehen viele den sinnvollsten Weg und investieren in Grund und Boden, also Immobilien aller Art. Damit hier das Beste unterm Strich herauskommt, geben wir Ihnen ein paar nützliche Tipps, die man beherzigen kann.

    Tipp 1: Keine Tipps von jenen, die gescheitert sind

    Wenn Sie im Supermarkt eine neue Joghurtsorte testen möchten und jemand sagt Ihnen, dass dieses abscheulich schmeckt, weil er damit selbst schon schlechte Erfahrung gemacht hat, ist das das Eine. Darauf kann man hören und vielleicht einen Bogen um das Produkt machen. Wenn aber jemand, der sein Kapital schon einmal in den Sand gesetzt hat, zu einer bestimmten Investition rät, sollten Sie hellhörig sein. Stellen Sie sich einfach die Frage, warum er um diesen und jenen Betrag ärmer geworden ist und nicht längst im Geld schwimmt. Wäre er so erfolgreich als Investor, müsste das der Fall sein. Natürlich gibt es jene, die wirklich Ahnung und ein gutes Gefühl für Investitionen, aber kein Budget haben. Sie arbeiten sich eben erst nach oben. Deren Ratschläge kann man durchaus auch im Kopf behalten. Aber bitte nicht auf jene hören, die selbst versagen.

    Tipp 2: Die billige Immobilie, bei der alles passt, gibt es nicht

    Jede Investition ist erstens ein Risiko, zweitens ein Kompromiss. Ist eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück sehr billig zu haben, können Sie getrost davon ausgehen, dass dieses Objekt irgendwelche Nachteile nach sich bringt. Möglicherweise sind die Betriebskosten der Wohnung sehr hoch, es drohen demnächst umfassende Reparaturen oder die Lage ist nicht sonderlich angesehen. Ist ein Grundstück günstig, sollten Sie auf die Lage achten. Gibt es Umweltgefahren? Befindet es sich in unmittelbarer Nähe zum Gewerbegebiet? Ist möglicherweise eine viel befahrene Straße in Planung? Verläuft eine Starkstromleitung über das Grundstück oder knapp daran vorbei? Und ein leistbares Haus in einer Top Wohngegend? Ein Gutachten zeigt, ob es bauliche Mängel gibt.

    Gut möglich, dass jemand 20 verschiedene Immobilien ansieht und keine einzige kauft, weil er immer ein Haar in der Suppe findet. Das ist normal. Die günstige und zugleich perfekte Anlage gibt es nicht. Jede Anlage ist ein Kompromiss. 

    Tipp 3: Niemand ist Hellseher

    Die Immobilie kauft man natürlich auf längere Sicht, deshalb hat jeder von uns eine Vorstellung, wie sich der Markt entwickelt. Zugleich ist niemand von uns Hellseher und niemand kann erahnen, wie sich der Markt entwickeln wird. Es gibt unzählige kleine Faktoren, die den Marktwert einer Immobilie verändern können. Das ist einerseits Wohnraumverknappung oder steigende Nachfrage, was preissteigernd ist, andererseits kann in der Nachbarschaft ein Gewerbegebiet entstehen, das die Wohnqualität einschränkt. Natürlich kann es auch dazu kommen, dass bauliche Mängel ans Tageslicht kommen oder dass ein Wasser- oder Feuerschaden den Wert der Immobilie senkt. Zum Zeitpunkt der Anschaffung muss einem das alles egal sein. Man kauft eine Anlage, weil sie zum Zeitpunkt des Kaufs viel Ertrag verspricht. 

    Tipp 4: Auch wenn das Eigenkapital nicht ganz ausreicht

    Gut möglich, dass man das ideale Investitionsobjekt vor Augen hat, das Geld aber nicht ganz reicht. Was dann? Den Schwanz einziehen? Nicht unbedingt. Sofern ein großer Teil des Objekts aus der eigenen Tasche bezahlt werden kann, kann die Investition schon überaus lohnend sein. Es braucht eine gute Finanzierungsrechnung und -planung. Wichtig ist, dass man noch ausreichend Geldmittel auf der Habenseite hat, um etwaige Mieteingänge von mehreren Monaten überbrücken zu können. Wichtig ist auch, dass die Einnahmen aus der Miete abzüglich der Nebenkosten und Steuern höher sind als das, was man für die Finanzierung ausgibt. So zahlt sich der Kredit, der zur Finanzierung des Objekts notwendig ist, selbst ab. Weil man davon ausgehen kann, dass der Wert der Anlage zumindest konstant ist oder gar signifikant steigt, die Mieten wahrscheinlich auch steigen, die Zinsen, sofern mit der Bank gut ausverhandelt, niedrig bleiben, ist die Rendite in den meisten Fällen trotz teilweiser Finanzierung via Kredit durchaus rentabel. Deshalb immer gut nachrechnen, dann investieren.

    Tipp 5: Beziehungen können wichtig sein

    Immobilien sind keine ganz billige Angelegenheit. Das bedeutet zugleich, dass das Sparpotenzial, das man hat, riesig sein kann. Denn 10% Preisunterschied bei einer Salami machen nicht viel aus. Bei einem Haus aber sehr wohl. So gibt es eine Menge Möglichkeiten, wie man bei so einer Investition Geld sparen kann, wenn man es geschickt anstellt und wenn man ein Netzwerk aus Maklern, Bankbetreuern und Juristen pflegt. Wer beispielsweise auf Annoncen im Internet zugreift, was viele Tausend andere potenzielle Investoren auch tun, wird der Preis künstlich hochgehalten. Makler hingegen bekommen Immobilien anvertraut oder kennen den Markt in ihrem Einflussbereich sehr gut und können so mögliche Schnäppchen für Sie ausfindig machen. Wenn man einen Banker des Vertrauens hat, kann die Finanzierung entsprechend günstiger werden und der Notar des Vertrauens erledigt das Vertragliche zu günstigen Konditionen. 

    Unser Fazit

    Immobilien sind derzeit gefragter denn je. Der Trend bei den Preisen: Nach wie vor steigend. Denn die Singlehaushalte nehmen an Zahl zu, die verfügbare Bodenfläche wird immer kleiner, die Zahl jener, die ihr Geld in Grund und Boden investieren, steigt. Das alles treibt den Preis nach oben. Man muss sich bei einer solchen Investition manchmal nach der Decke strecken. Nicht immer ist die ideale Immobilie dabei, bei der alles passt und die zudem günstig ist. Es heißt manchmal Abstriche in Kauf zu nehmen. Mit einem guten Konzept und Weitsicht sollte die Anlage aber das halten, was sie verspricht.

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